Pfarrei St. Bartholomäus, Freigericht - Bernbach

Bartholomäustag 2020

Am 24. August ist der Namenstag unseres Kirchenpatrons St. Bartholomäus. Dieses Jahr kann keine Begegnung beim Pfarrfest stattfinden.

Ein Festtag sollte der Sonntag, 23. August trotzdem sein. Das passende Motto haben wir in der Bibel gefunden.

Die Festgottesdienste wurden von einigen Sängern und Sängerinnen des Kirchenchores und dem Organisten Ferdinand Kempf musikalisch gestaltet.

Für alle Gottesdienstbesucher*innen gab es außerdem ein Tütchen mit Bartholomäus-Plätzchen (Bilder unten), die zu Hause genossen werden konnten.


Einige Tage vor dem Fest wurden in alle Bernbacher Haushalte einen Flyer mit Grüßen der Pfarrgemeinde verteilt und Plakate von "unserem Mann für Bernbach" schmückten das Dorf. Herzlichen Dank der Firma pixpassion, Inh. Carsten Aul, für die Plakatspende.

 

... und hier zum Anhören, gespielt von Organist Ferdinand Kempf auf unserer Orgel ...

 


Wusstet Ihr schon, dass ....

  • der heilige Bartholomäus einer der zwölf Apostel war
  • Jesus über ihn sagte: „Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit“ (Joh 1,47)
  • er auch unter dem Namen „Nathanael“ bekannt war
  • er als Erster das Matthäus-Evangelium verbreitet hat
  • er bis nach Armenien, Mesopotamien und Indien gereist ist
  • vermutet wird, er sei vor der Kreuzigung gehäutet worden
  • sich die Schädelreliquie im Kaiserdom in Frankfurt befindet
  • Bartholomäus der Schutzpatron der Bauern, Fischer, Hirten und Winzer ist
  • sein Namenstag das Ende des Sommers verkündet
  • Schankwirte ihr Schankrecht verlieren konnten, wenn sie am Bartholomäustag noch keinen Most hatten.
  • die größte Glocke in unserem Kirchturm auf den Namen „Bartholomäus“ geweiht ist
  • sich eine Bartholomäusreliquie in diesem Kreuz in unserer Kirche befindet.
 
 

BARTHOLOMÄUSTAG UND PFARRFEST 2020 GRUSSWORT

Liebe Gemeindemitglieder! „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!“, sagt der Volksmund. Und: „Der Mensch denkt, Gott lenkt!“ Das haben wir hautnah in diesem Jahr erlebt.


Liebe Gemeindemitglieder!


„Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!“, sagt der Volksmund. Und: „Der Mensch denkt, Gott lenkt!“ Das haben wir hautnah in diesem Jahr erlebt.


Der Pfarrgemeinderat hat im letzten Jahr überlegt und geplant, dass wir in diesem Jahr unser Pfarrfest richtig groß feiern. Gleichzeitig wollten wir an diesem Festtag auch das 85-jährige Jubiläum der Kita Don Bosco feiern. Dann kam Corona. Ein unsichtbarer und winziger Virus hat es geschafft, eine ganze Welt in eine Zwangspause zu schicken. Unser aller Leben geriet ins Stocken; ein Stillstand.


Und wie in vielen anderen Bereichen, so haben auch uns als Kirche die Einschränkungen stark getroffen. Wir müssen uns neu einstellen und auf Vieles verzichten. Auch auf unser Pfarrfest in der Form, die wir kennen. Und das tut weh. Es wird in diesem Jahr unser Patronatstag und das Pfarrfest anders gefeiert. Anstatt eines großen Gottesdienstes, feiern wir 2 Festgottesdienste: der erste um 9.00 Uhr und der zweite um 10.30 Uhr. Mit einer Vesper um 17.00 Uhr schließen wir den Festtag ab. Kein großes Fest auf dem Kirchplatz wie wir es in all den Jahren gewohnt waren.


Vieles ist seit einiger Zeit gelockert worden, aber die Einschränkungen werden in vielen Bereichen des Lebens noch bleiben. Wird die Normalität zurückkehren fragen sich viele? Einige leiden unter diesem Stillstand. Einige gehen sogar auf die Straßen gegen die Coronaregeln.

Man fragt sich: Was macht dieser Stillstand mit uns? Wie haben wir die Zeit erlebt? Als geschenkte Zeit? Als verfügten Stillstand und Leerlauf? Und wie werden wir aus dieser Störung unserer Lebensabläufe hervorgehen? Haben wir eine heilsame Erschütterung erlebt? Oder wird es so sein, dass wir vergessen und durchstarten?
Es kann sein, dass wir schnell vergessen und ungerührt so weitermachen wie vorher. Oder werden wir leben mit dem Gespür dafür, wie zerbrechlich das Geschenk der Gesundheit ist?
Noch steht dahin, was die kollektive Erfahrung des Stillstands aus uns machen wird. Lange werden wir mit bestimmten Spielregeln des Zusammenseins und -feierns leben müssen. Und mit dem seltsamen Misstrauen, dass ich ungewollt eine Gefahr für meinen Nächsten sein kann – und er für mich.


Liebe Gemeindemitglieder!

Viel Kreatives ist in der Krisenzeit aufgebrochen. Aber so vieles wurde abgesagt und abgebrochen. Wir mussten Abschied nehmen von vertrauten Gewohnheiten, Plänen und von nun unerfüllbaren Wünschen und Träumen. Wir müssen hoffen und darauf warten, dass „alles wieder gut“ wird: Hoffentlich „bald wieder …“ Wird dann der Druck wachsen, alles Versäumte nachzuholen, im alten Tempo mit den alten Gewohnheiten durchzustarten, als sei nichts gewesen?


Es kann sein, dass viele Zeitgenossen bestimmte Abstandsregeln verinnerlichen und noch mehr als zuvor auf Abstand bleiben zum Gemeindeleben und zu den Eucharistiefeiern – weil sie sich sagen: „Es geht auch ohne. Wir haben in der Zeit der auferlegten Gottesdienstaskese nichts vermisst. Öffentlicher Gottesdienst war für uns zur Bewältigung der Krise nicht notwendig, Kirche war wenig hilfreich, in keiner Weise „systemrelevant“. Gottesdienst? „Kann man machen, muss man aber nicht.“ Dann wäre das Auftauchen des Virus der Beschleuniger einer längst in Gang befindlichen Absetzbewegung. Anderen wiederum wird bei den Abstands- und Hygienevorschriften vielleicht die Lust am Gottesdienst vergehen.


Liebe Gemeindemitglieder!

Eines ist gewiss, es wird nicht mehr so sein wie zuvor. Wir müssen mit dem Virus leben, der uns umzingelt und abbremst. Wir leben in der Hoffnung dass wir in dieser Krise nicht alleine sind. Wie damals nach dem Karfreitag sind wir manchmal ängstlich, mutlos und verzweifelt. Aber wir sind eine Oster- und Pfingstgemeinde. Wir haben den Heiligen Geist empfangen, der uns Mut macht, uns hilft durchzuhalten und auf gute Einfälle zu kommen, uns Lust zum Experimentieren gibt, um hoffentlich das Richtige zu tun und uns nicht vom Virus aus der Bahn werfen oder lähmen zu lassen.


Mehr denn je sind wir angewiesen auf die unersetzbare Nähe Gottes, der nie auf Abstand geht zu dieser Welt. Wenn nicht ER, wer sonst darf uns auf den Leib rücken!? Wir fragen uns in diesen Monaten: Wer hat wen womit angesteckt? Die Antwort des Glaubens ist: „Einer hat uns angesteckt mit den Flammen der Liebe“ (Eckart Bücken/Oskar Gottlieb Blarr).

Diese ansteckende Kraft SEINER Güte wünsche ich uns!


Und zum Schluss. Während dieser schwierigen Zeit sind wir auf Hilfe von vielen aktiven Gemeindemitgliedern angewiesen. In diesem Zusammenhang danke ich jeder und jedem von Ihnen für Ihr Mittragen, für Ihr Verständnis, für Ihre Geduld. Danke den Ordnern, die bei der Umsetzung der vorgegebenen Anweisungen helfen, dem Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat, den Küstern, den Organisten, den Lektoren, den Ministranten, den Vereinen und den vielen Ehrenamtlichen für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit.


Vor allem aber danke ich Ihnen, liebe Gemeindemitglieder, für Ihre Bereitschaft im Mittragen, Mitfühlen und Mitmachen und die gewissenhafte Einhaltung der Regeln.


Gott möge Sie segnen und behüten!
Ihr Pfarrer
Patrick Kasaija



 

Dieses Bild befindet sich über den Eingangsportal der Kirche

 

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Pfarrweg 8
63579 Freigericht-Bernbach


 


Tel. 06055-2353
Fax: 06055-84608


 

Pfarrbüro - Öffnungszeiten


Di.  10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Mi.    8.30 Uhr bis  9.00 Uhr
Do. 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Fr.  10.00 Uhr bis 11.00 Uhr 

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© St. Bartholomäus, Bernbach

 

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